Handelsblatt
Ausgabe vom 21.03.2001

Führung mit Profil

Manager? Führungspersönlichkeiten? Ein himmelweiter Unterschied, macht Dieter Heinrich klar. Der Führungsberater greift die Verwaltermentalität einer vermeintlichen
Elite an, für die Angepasstheit und Tüchtigkeit Primärtugenden sind. Heinrich liefert eine Anleitung zu profilierter Führung, die Tatkraft und Erfindergeist fördert. Kein plattes Rezeptbuch, sondern ein vielschichtiges, anschaulich formuliertes Plädoyer.                                        

zurück zur Auswahl

Financial Times Deutschland
Ausgabe 66 vom 03.04.2001 (Seite 36)


Scharfe Kritik an unseren Unternehmens-Lenkern ...

Nicolas Hayek (Swatch) hat es so gesagt: Man habe ja gute Führungskräfte, die einen Mozart oder Beethoven auch recht nett aufzuführen imstande wären. Aber man habe keinen Mozart, keinen Beethoven mehr.

Warum das so ist? Dieter Heinrich weiß es: Weil in deutschen Unternehmen Kreativität bekämpft wird – anstatt dass Querdenker, Rebellen, Abweichler stürmisch willkommen geheißen werden. Denn die Kaste der Manager herrscht, und die hat Gestaltung errechenbar gemacht, das Gehirn auf ein paar Relais reduziert und Gefühle zu Störenfrieden der Ratio erklärt – dabei sind die ja bewiesnermaßen Basis aller Intuition: „Wer im Ernst meint, Nervenzellen seien nichts anderes als Ein-Aus-Schalter, denkt wie jemand, der das Universum der Physik für ein Gebilde aus Billardkugeln und toter Materie hält. Gott sei Dank ist die Wirklichkeit erheblich schöner. Und komplizierter.“ Das ist O-Ton Dieter Heinrich in seinem Buch „Tod dem Management“, schon äußerlich ein Brandsatz: Neon-rosa brennt der Einband in den Augen, und der Text tut ein Übriges. Ein Buch über all das, was faul ist an unserer so gelobten Wirtschaftsordnung.

Es werden keine Guillotinen errichtet in den gläsernen Foyers der Großkonzerne – Heinrich räumt eben dieser Führungsschicht ein Lebensrecht als nützliche Erbsenzähler ein . Mehr aber auch nicht. Führen, posaunt er mit erzenen Fanfaren aus jeder Zeile, ist ihre Sache nicht. „Sie kommt mir anmaßend vor, analytisch und oberflächlich. Sie ignoriert den Traum, den Zufall, das Lachen, das Gefühl und den Widerspruch“, echauffiert sich einmal der Regisseur Bunuel über sie. Die Kreativität, die Gestaltungskraft, die Neues schafft in der Welt, kommt nicht aus den Kommissköppen. Sagt Heinrich. Und lässt eine Schattenarmee von großen Geistern zu seiner Unterstützung aufmarschieren.

Einstein, Platon, Heisenberg, Wendelin Wiedeking, Freud, Paul Klee, Nietzsche, Sokrates, Schopenhauer, Erhard und viele mehr sind seine Alliierten – mit ihren Zitaten zeigt der Autor, dass Kreativität nicht errechnet werden kann. Dass die Zukunft entgegen aller Analystenansicht nicht vorhersagbar ist. Dass Gestaltungskraft - derzeit das Modewort für Kreativität- nicht erlernbar ist. Stattdessen schwankt das Management unsicher zwischen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen, jagt beifallheischend dem Shareholder Value hinterher, fusioniert ohne Ende. „Der Eindruck drängt sich auf, dass M&A der wichtigste Legitimationsnachweis für Unternehmensführer geworden sind – dass unternehmerisches Handeln sich im Aufkaufen und Zusammenschließen erschöpft“, befindet Heinrich sarkastisch. Die offen äußern, dass schweißtreibendes Gewichtheben sie niemals weitergebracht hätte, stehen allein da. Dabei ende die Shoppingtour in den meisten Fällen zuerst einmal mit zerstörten Unternehmenskulturen, verunsicherten und frustrierten Mitarbeitern, die beim Paarungszirkus regelmäßig vom Karussell fallen.

Heinrich hat zwar nicht für alles eine Fußnote. Aber viel weist er nach, zum Beispiel, dass mehr als die Hälfte aller Merger verlustreich im Debakel enden. Und Mitarbeiter hüben wie drüben tragen Schaden: „Wer die Variable Mensch nicht mit einrechnet,“ warnen Psychologen, „bringt sein Unternehmen um. Unterschätzt, wird, dass sie sich nicht so schnell verändert wie die Kapitalströme, die man per Mausklick um den Globus schiebt.“

Salve und Salve, Zitat um Zitat gehen auf den gleichsam faszinierten wie erschütterten Leser nieder. Doch Heinrich begeht nicht den Fehler so mancher Kampfschriften gegen die herrschenden Zustände: er bleibt nicht bei abstrakten Verwünschungen und Anprangerungen, sondern setzt zu Lösungen an. Im Kapitel „Option“ blättert er einen ganzen Katalog von Maßnahmen gegen die Kreativitätskrise auf, die in vier Phasen exekutiert werden.

Jeder Satz sitzt – Heinrich ist ein Konservativer im eigentlichen Sinne, einer, der gerade der Zukunft zuliebe nicht jeden Wahn mitmachen will. Einer, dem der Mensch Maß aller Dinge ist statt intellektualistischer Ideologien und Formeln. Natürlich ist sein Buch ein „J’accuse“, eine populistische  wie politische Polemik, ein Trommelfeuer der harten Worte. Heinreich sagt die Dinge, wie sie sind – ohne PR-Gesülze, ohne modische Feigenblätter, ohne Lobby-Rücksicht, ohne PC. Erfrischend, begeisternd. 

zurück zur Auswahl

Business Bestseller
Ausgabe Februar/März 2001 (Seite 12)

„Vor Gebrauch Buch lesen“, stand vorsichtshalber in kleinen Lettern auf der Spritzpistole, die dem Buch „Tod dem Management. Es lebe die Führung.“ (Varus Verlag) von Dieter Heinrich beigefügt war. Der Autor will dabei nicht in die übliche Manager-Schelte einstimmen, sondern vielmehr konstruktiv zum Richtungswechsel beim Angehen unternehmerischer Entscheidungen beitragen. Unternehmerische Tugenden wie Mut, Kreativität, Gespür und Intuition werden angestachelt, um eine innovative und kundenorientierte Gestaltung unternehmerischer Prozesse in Gang zu bringen. Der Autor, selbst seit vielen Jahren in der Unternehmensberatung tätig, analysiert zahlreiche wirtschaftlich erfolgreiche sowie nicht erfolgreiche Unternehmen und gibt dem Leser damit eine Vielzahl an Beispielen an die Hand, die zur Umsetzung von Veränderungen ermutigen und dies erleichtern. Damit die Spritzpistole im Halfter bleibt!

zurück zur Auswahl

Personalführung
Ausgabe 2/2001 (S. 93)

Führung statt Management

Statt Führungspersönlichkeiten gibt es in den Unternehmen nur Manager: tüchtig, aber eindimensional und nur wenig innovativ; fachlich befähigt, doch ohne Persönlichkeit und seelische Kraft. Schlechte Noten gibt Dieter Heinrich, Inhaber einer Düsseldorfer Unternehmensberatung, den deutschen Chefetagen. Und die so konstatierte Misere hat Folgen: Ursprüngliche Begeisterung endet in schlichter Organisation. Unternehmungslust, Tatkraft, Erfindergeist und Mut welken vor sich hin.

Mit dem vorliegenden Buch will aufrütteln und provozieren. Er vermittelt dabei weder eine weitere Theorie der Unternehmensführung noch ein Rezeptbuch im Sinne eines „How to do“. Stattdessen will er zeigen, dass die derzeit vertretenen und gelebten Denkansätze und Methoden nur selten den Namen Führung verdienen und Gefahren mit sich bringen.

Zahlreiche Beispiele aus der Praxis der Unternehmensführung sollen verdeutlichen, dass nur eine neue, kreative Gestaltung unternehmerischer Prozesse das Bewältigen der heutigen vielfältigen Anforderungen ermöglicht. Zielgruppe des Buches sind Manager und Führungskräfte aus allen Branchen und Unternehmensformen, die bereit sind, sich auf Kreativität als erfolgsgestaltenden Faktor einzulassen.

zurück zur Auswahl

Creditreform
Ausgabe Januar 2001 (S. 21)

Keine Angst, niemand muß um sein Leben fürchten. Aber erkennen, dass Führung in der neuen Welt des 21. Jahrhunderts radikal andere Perspektiven einnimmt, radikal andere Fähigkeiten und Leistungen erfordert als der zum Sterben verurteilte Management-Standpunkt. Führung ist schöpferisch, der Neuentwurf von Zukunft. Wer führt, wartet nicht passiv auf das, was kommt, um es dann als Problem zu bewältigen. Er nimmt Zukunft kreativ vorweg, verlagert den Schwerpunkt von der Analyse zur Synthese - vom Planen und Verwalten zum Gestalten. Die tatsächliche Aufgabe eines Unternehmens, sein eigentlicher Sinn, rückt in den Mittelpunkt: Für Abnehmer und Konsumenten Werte zu schaffen und Nutzen zu stiften. Je innovativer, je visionärer das geschieht, desto machtvoller die Führung. Dieter Heinrich zeigt den Weg zur Vision. Praktisch, nachvollziehbar, anwendbar. Für Vorstände und Geschäftsführer, für strategische Planer, Marketing- und Kommunikations-Experten.

zurück zur Auswahl

Horizont austria
vom 18.12.2000 (online-Ausgabe):

Dem Düsseldorfer Führungsberater Dieter Heinrich geht es in seinem in auffälligem Signalorange gehaltenen Buch primär darum, dass die Lead-Persönlichkeiten für das 21. Jahrhundert andere Perspektiven, andere Fähigkeiten und andere Leistungen mitbringen müssen als die aussterbende Rasse der klassischen Manager. Das Credo des neuen Führens ist nicht das Reagieren, sondern das Agieren, das visionäre Gestalten. Kompromisslos provokant und stilistisch brillant konfrontiert uns Heinrich mit einer Fülle von zum Teil bis dato nicht bedachten Wahrheiten, die allesamt hochinteressante Zukunftsperspektiven beinhalten.

zurück zur Auswahl

transfer – Werbeforschung & Praxis
Ausgabe 3/2000

Keine Angst, niemand muß um sein Leben fürchten. Aber wirtschaftlicher Erfolg von Unternehmen – dies verdeutlicht der Autor anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis – hängt heute mehr denn je ab von Führungskräften, die ihren Namen auch verdienen: Leistungsträger mit Visionen und innovativen Ideen – und keine sich hinter Verwaltungsaufgaben zurückziehenden Bedenkenträger. Farbe und Titel der Neuerscheinung sind deshalb Programm: grell, provokant, aufrüttelnd.

Dieter Heinrich, Autor des Bestsellers „Profit durch Profil“, führt im vorliegenden Werk vor Augen, was Zahlenknechte und „Management by Champignons“ tagtäglich anrichten. Er zeigt aber auch die Lösung auf: den Weg zur Vision. Praktisch, nachvollziehbar, anwendbar. Für Vorstände und Geschäftsführer, für strategische Planer, Marketing- und Kommunikations-Experten.

Das Buch macht Mut, Gestaltung und Kreativität wieder als Bestandteil, ja als Voraussetzung von kraftvoller, erfolgreicher Führung zuzulassen. Zahlreiche Beispiele machen auch hier deutlich, was innovative Führung leisten kann und worauf es bei der Umsetzung ankommt.

zurück